Alle Beiträge von Wilfried Köpke

Tom Otto – Neue Heimat

Objekte aus Holz | Eisfabrik Hannover | Vernissage | 08.11.2014

Stellen Sie sich vor, man gäbe Ihnen das Geld und die Fahrkarte ein paar Wochen auf die Bahamas zu reisen. Was kaufen Sie ein um es mitzunehmen: Badehose, Sonnenmilch, Flip-Flops. Stellen Sie sich vor, man gäbe Ihnen das Geld und die Gelegenheit ein Jahr als Künstler in Worpswede zu leben und zu arbeiten. Was kaufen Sie ein um es mitzunehmen: Leinwand, Papiere, Farbe, Pinsel. Tom Otto war nicht auf den Bahamas, aber ein Jahr in Worpswede nach seinem Studium der Freien Kunst an der (Fach)Hochschule Hannover und er kaufte ein, im Baumarkt, nicht im Künstlerbedarf: 10 Schraubzwingen und eine Kreissäge. Und das sagt viel aus über den Tom Otto und seine Kunst….

Mehr….Einführung Tom Otto Neue Heimat Auslage

Geir M. Brungot: Camping/Inside Out

Fotografien

 

Vernissage: So., 5. Okt., 11.30 Uhr

 

Einführung: Wilfried Köpke

Eisfabrik, Seilerstraße, Hannover

Ausstellung bis 2. Nov.; Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa 15 – 20 Uhr, So 14 – 18 Uhr

 

 

Unter dem Titel “Camping Inside Out” zeigt der norwegische Fotograf Geir M. Brungot in der Weißen Halle der EISFABRIK zwei Werkgruppen. Einem Komplex von 48 Wohnwagen-Fotos (48 Bilder im Format 24×30 cm in vier Reihen übereinander angeordnet) stellt er Fotos von wilden Müllkippen in Prag gegenüber (20 Bilder im Format 95×120 cm bis 120x150cm).

“Die Leute kommen nachts und schmeißen nutzloses Zeug weg. Es ergeben sich Bilder, die wirken, als hätten die Leute das Innerste nach außen gekehrt”, so Brungot. Seine Arbeiten sind Landschaften, mit und ohne Menschen, “Landschaften, an denen Leute vorübergehen ohne hinzusehen. Müllhaufen, Ruinen, Häuser, Menschen von hinten, alte Wohnwagen – alles was mich fasziniert und geeignet ist, Geschichten zu erzählen und Bilder für das Leben zu finden.” Der norwegische Fotograf arbeitet vorzugsweise in Serien, die aufeinander Bezug nehmen.

As Time Goes By

Am 11. März 2011 löste ein Tsunami die größte nukleare Katastrophe in Japan aus. Der Umgang mit den Folgen und den Betroffenen war unprofessionell. Die politischen Folgen erschütterten die Welt über Japan hinaus. In Deutschland z.B. brach der Atomkonsens der großen Parteien. Alle Kraftwerke wurden abgeschaltet. In dieser Woche erhielten die ersten wieder die Erlaubnis ans Netz zu gehen.

15 Künstlerinnen und Künstler haben sich drei Jahre nach Fukushima, der Katastrophe, den Folgen, den Fragen, die dieses Datum und das Geschehen aufwirft in einer Ausstellung im Kubus Hanover gestellt, nach einer Idee und kuratiert von Frank Fuhrmann. Im Künstlergespräch im Kubus versuchen die Künstler moderiert von Wilfried Köpke am 13. September ab 16:00 Uhr die Positionen zu ergründen und die Schwierigkeit das Nicht-Sichtbare künstlerisch  umzusetzen. Eine Diskussion auch um das Politische in der Kunst.